In Trient wurde ein Vorzeigemodell präsentiert. „Ein wichtiger Weg, an den die Provinz stets fest geglaubt hat“, freut sich Stadträtin Gerosa.
Im Schulverbund Trient 2 „J. A. Comenius“ im Ortsteil Cognola fand eine Veranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum der zweisprachigen italienisch-deutschen Zweige statt, die aus der Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Provinz Trient und dem Land Tirol hervorgegangen sind. An der Initiative nahm die Stadträtin für Bildung, Francesca Gerosa, teil, die zusammen mit dem Schulinspektor Giuseppe Rizza vom Schulleiter Carlo Zanetti sowie von aktuellen und ehemaligen Lehrkräften und Schülern empfangen wurde. Gemeinsam tauschten sie sich intensiv über den pädagogischen Wert des Projekts aus, begleitet von musikalischen Darbietungen der Schüler der Schule.
„Dies ist ein wichtiger Weg, an den die Provinz stets fest geglaubt hat. Die Ergebnisse dieses Modells und die Zufriedenheit der Schüler und Familien haben mich dazu bewogen, im Jahr 2024 die Verlängerung der Absichtserklärung mit Innsbruck in den Landesrat einzubringen“, erklärte Landesrätin Gerosa.
An der Feier nahmen unter anderem die Landesrätin Eleonora Angeli, ehemalige Schülerin und derzeitige Mutter eines Schülers derselben Schule, die Vizebürgermeisterin von Trient, Elisabetta Bozzarelli, sowie die Schulleiterin und einige Lehrerinnen der „Volksschule Altwilten“ in Innsbruck teil.
Der zweisprachige Bildungsweg der IC Trento 2, der 2005 mit einer Absichtserklärung zwischen der Autonomen Provinz Trient und dem Land Tirol ins Leben gerufen wurde, zählt heute zu den etabliertesten und innovativsten Projekten im Trentiner Schulwesen. An dem Projekt nehmen derzeit über 330 Schüler im Alter von 6 bis 14 Jahren teil.
Das didaktische Modell sieht den Unterricht von Deutsch nicht nur als Fremdsprache vor, sondern auch als Unterrichtssprache für Fächer wie Geografie, Musik, Kunst, Naturwissenschaften und Technik, Mythologie und Regionalgeschichte, was auch der Anwesenheit muttersprachlicher Lehrkräfte aus Tirol und dem ständigen Austausch von Lehrkräften zwischen den beiden Gebieten zu verdanken ist.
In Trient sind derzeit neun Lehrkräfte tätig, die sich dem Fach Deutsch und den nicht sprachlichen Fächern widmen, die auf Deutsch unterrichtet werden. Davon werden fünf Lehrkräfte vom Land Tirol entsandt und bezahlt, vier Lehrkräfte werden direkt vom Schulleiter des „Comenius“ ernannt. In Innsbruck sind fünf Lehrkräfte aus dem Trentino an Tiroler Schulen tätig, davon drei an der Volksschule Altwilten, eine an der Mittelschule in der Leopoldstraße und eine am Reithmann-Gymnasium.



