Die Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen ist die Grundlage für unsere Lebensqualität: Sie sorgt für sauberes Wasser, fruchtbare Böden und stabile Ökosysteme.
Mit der Biodiversitätsstrategie 2026–2033 stärkt der Kanton St.Gallen diese natürlichen Lebensgrundlagen gezielt. 18 Massnahmen werten Lebensräume auf, fördern Arten und sichern die Biodiversität langfristig.
Die Regierung will die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft im Kanton St.Gallen erhalten und hat dies in der Schwerpunktplanung 2025–2035 festgehalten. Teil dieses Ziels ist eine neue Biodiversitätsstrategie, die nun vorliegt.
Die Biodiversitätsstrategie 2026–2033 löst die bisherige Strategie 2018–2025 ab. Die Evaluation der bisherigen Strategie zeigt, dass die Massnahmen effizient umgesetzt wurden und messbare Wirkungen erzielt haben. Deshalb werden bewährte Ansätze weitergeführt und gezielt ergänzt. Gleichzeitig besteht weiterhin Handlungsbedarf, um Lebensräume und Arten langfristig zu erhalten.
18 Maßnahmen für mehr Biodiversität
Die neue Strategie umfasst 18 Maßnahmen in vier Handlungsfeldern: Lebensräume schützen und aufwerten, Lebensräume und Akteure vernetzen, Arten erhalten und fördern sowie Wissen verbessern und kommunizieren.
Vorgesehen sind unter anderem die Aufwertung von Schutzgebieten und Feuchtflächen sowie naturnahe Grünräume entlang von Kantonsstraßen und bei kantonseigenen Bauten. Hinzu kommen Projekte zur besseren Vernetzung von Lebensräumen. Neu aufgenommen werden auch innovative Ansätze wie großflächige «Wilde Weiden», die Landwirtschaft und Biodiversität verbinden.
Biodiversitätsförderung gelingt nur gemeinsam
Die Strategie setzt bewusst auf Zusammenarbeit. Der Kanton arbeitet eng mit Gemeinden, der Land- und Forstwirtschaft, Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie weiteren Organisationen zusammen. Im Vordergrund stehen Beratung, Unterstützung und Anreize. Speziell im Siedlungsraum sieht der Kanton grosses Potenzial.. Ziel ist, Biodiversität früh in Projekte und Planungen einzubeziehen, Synergien mit Klimaanpassung und der Optimierung des Wassermanagements zu nutzen und damit die Lebensqualität in der Siedlung zu stärken.
Wir wollen unseren Kanton als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum weiterentwickeln. Dazu gehören eine intakte Natur und Landschaft. Das gelingt nur
gemeinsam.
Regierungspräsident Beat Tinner, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes
Der Kanton übernimmt auch auf eigenen Flächen Verantwortung. Bei kantonseigenen Bauten, Anlagen und entlang von Kantonsstraßen entstehen naturnah gestaltete Grünräume mit höherem ökologischem Wert. Davon profitieren Artenvielfalt, Klimaresilienz und die Bevölkerung direkt im Wohn- und Lebensumfeld. Gleichzeitig
können naturnahe Flächen langfristig tiefere Unterhaltskosten verursachen.
Regelmäßige Wirkungskontrolle
Für die Umsetzung der Strategie sind jährlich rund 650’000 Franken vorgesehen. Die Maßnahmen werden gezielt mit bestehenden Aufgaben und Programmen kombiniert, um mit verhältnismäßigen Mitteln eine möglichst große Wirkung zu erzielen.
Der Kanton überprüft regelmäßig, wie sich Arten und Lebensräume entwickeln. Dazu wird das Biodiversitätsmonitoring gemeinsam mit den beiden Kantonen Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden weiter aufgebaut. Entwicklungen und Wirkungen der Massnahmen werden transparent ausgewiesen.
Die Biodiversitätsstrategie 2026–2033 läuft in zwei vierjährigen Etappen bis ins Jahr 2033. Sie orientiert sich an der langfristigen Vision, den Kanton St.Gallen bis 2050 als vielfältigen und vernetzten Lebensraum für Mensch, Tiere und Pflanzen zu stärken.
Weitere Informationen zur Biodiversitätsstrategie 2026–2033 sind online verfügbar.




