Naturschutz, Besucherlenkung und Naturvermittlung: Tirols Naturparke bilden erstmals gemeinsam und einheitlich RangerInnen aus.
Ob als Naherholungsgebiet oder geschützter Lebensraum – Tirols Naturparke verbinden Naturerlebnis mit dem Erhalt der Artenvielfalt. Mit steigenden BesucherInnenzahlen wachsen auch die Anforderungen an Information, BesucherInnenlenkung und den Schutz sensibler Bereiche. Um diesen Aufgaben künftig noch besser gerecht zu werden, haben die fünf Tiroler Naturparke erstmals eine gemeinsame Ausbildung für RangerInnen entwickelt. Der erste Lehrgang wurde nun mit 14 AbsolventInnen abgeschlossen.
Die gemeinsame Ausbildung entstand im Rahmen eines EU-geförderten Projekts und bündelt die Erfahrung der Naturparke Kaunergrat, Karwendel, Ötztal, Tiroler Lech und Zillertaler Alpen. Statt unterschiedlicher Ausbildungswege gelten künftig gemeinsame Qualitätsstandards für die Arbeit in den Schutzgebieten.
Bindeglied zwischen Mensch und Natur
Die RangerInnen übernehmen eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen Mensch und Natur. Sie informieren über Tier- und Pflanzenwelt, sensibilisieren für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und tragen dazu bei, BesucherInnenströme naturverträglich zu lenken und sensible Lebensräume langfristig zu schützen.
Die Ausbildung verbindet theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung. Zu den Schwerpunkten gehören Biodiversität, Naturschutzrecht, Kommunikation und Konfliktmanagement ebenso wie BesucherInnenlenkung, Monitoring und Öffentlichkeitsarbeit.
Grundlage für die weitere Zusammenarbeit
Die gemeinsame Ausbildung bildet den Grundstein für eine engere Zusammenarbeit der Tiroler Naturparke. Künftig soll sie unter dem Dach einer Tiroler Naturparke-Akademie weiterentwickelt werden. Ziel ist es, das Berufsbild der RangerInnen nachhaltig zu stärken und die Qualität der Schutzgebietsbetreuung langfristig weiter auszubauen.


