Zehn Wohnungen für Familien, die an einer dauerhaften Umsiedlung interessiert sind und auf ihrem Weg der Integration in die lokale Gemeinschaft begleitet werden
„Coliving“ ist eine Initiative, die öffentliche Wohnungen in peripheren Berggebieten zu vergünstigten Mieten zur Verfügung stellt – im Austausch für das Engagement, neue soziale Netzwerke und Vertrauensverhältnisse zwischen den neuen Generationen und der lokalen Bevölkerung aufzubauen. Nach einer ersten Testphase in Lusern hat die Autonome Provinz Trient seit 2021 weitere Vereinbarungen mit den Gemeinden Canal San Bovo und Vallarsa getroffen. Nun ist Cinte Tesino an der Reihe, wo am 6. August das Projekt vorgestellt wurde, das in Zusammenarbeit mit der Talgemeinschaft (Comunità) Valsugana und Tesino, der Fondazione Franco Demarchi und der lokalen Behörde realisiert wurde. Ziel ist es, die Wiederbesiedlung zu fördern, dem Geburtenrückgang entgegenzuwirken und ein gemeinschaftliches sowie kollaboratives Wohnmodell zu etablieren, um das soziale Kapital und das Wohlbefinden der Gemeinschaft zu steigern und gleichzeitig leerstehenden öffentlichen Wohnraum nutzbar zu machen. Insgesamt stehen acht gemeindeeigene Wohnungen sowie zwei Wohnungen des Trentiner Instituts für sozialen Wohnbau (Itea) zur Verfügung. Diese Unterkünfte richten sich an Familien, die dauerhaft nach Tesino ziehen möchten und auf ihrem Weg der Integration in die lokale Gemeinschaft begleitet werden.
„Das Coliving-Projekt richtet sich an Familien, die sich bewusst für das Trentino entscheiden und eine gezielte Lebensentscheidung für die Berge treffen. Es geht nicht darum, Fremde einzufügen, sondern Menschen auszuwählen, die motiviert sind, sich in das reiche soziale und vereinsgeprägte Gefüge unserer Dörfer zu integrieren. Unsere Erfahrung zeigt, dass wir es nicht mehr mit einer experimentellen Idee zu tun haben, sondern mit einem mittlerweile etablierten und erfolgreich umgesetzten Modell: Die Gemeinschaften verlieren nicht ihre Identität oder ihr Wesen, sondern werden bereichert und erhalten die Möglichkeit, auf größere Zahlen zu zählen, um lebenswichtige Dienste aufrechtzuerhalten und der Region eine Zukunft zu garantieren. Als Provinz investieren wir bedeutende Ressourcen, und es gibt bereits weitere Gemeindeverwaltungen, die bereit sind, denselben Weg einzuschlagen“, so Simone Marchiori, Landesrat für Wohnbau, Vermögen, Domäne und Förderung der Kenntnis der Autonomie der Autonomen Provinz Trient, bei der Präsentation des Projekts. Ziel ist es, die demografische Herausforderung in eine Chance für die lokale Entwicklung zu verwandeln. Dies wird durch die Erfahrungsberichte derer, die das Projekt bereits erleben, eindrucksvoll bestätigt.



