27.08.2026Tirol

Tirol treibt Ausbau des Radwegnetzes weiter voran

Durch Investitionen von rund 55,8 Mio. Euro und zahlreichen Bauprojekten stärkt Tirol seine Position als führendes Radland der Alpen.

Tirol verfügt über rund 7.200 Kilometer Mountainbike-Routen, 400 Kilometer Singletrails und etwa 1.100 Kilometer Radwege und dieses Angebot soll konsequent weiter ausgebaut werden. In den vergangenen Jahren hat das Land bereits rund 55,8 Millionen Euro in das überörtliche Radwegenetz investiert. Derzeit laufen im gesamten Bundesland zahlreiche Bauprojekte, von Lienz über Kufstein bis ins Tiroler Oberland und Außerfern.

Aktuelle Projekte nehmen Form an

Zu den wichtigsten Vorhaben zählt der Lückenschluss der Radverbindung zwischen Innsbruck-Mitte und Schloss Ambras entlang der Aldranser Straße: Bis 2027 entsteht dort eine durchgängige, beleuchtete Verbindung für den Radverkehr. Im Wipptal soll zudem mit der „Radroute 30“ bis 2034 ein durchgängiger Radweg von Matrei bis zum Brennerpass entstehen. Auch im Bezirk Reutte wird derzeit gebaut, unter anderem am Planseeradweg im Außerfern und an Abschnitten der Via Claudia Augusta. Beide Projekte sollen bis Ende 2026 fertiggestellt werden.

Kurze Wege, großes Potenzial: Tirols Radstrategie 2030

Den Rahmen für alle Maßnahmen bildet die Tiroler Radstrategie 2030 mit drei zentralen Zielen: mehr Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen, die Sicherheit für Radfahrende erhöhen und Tirol als führende Radregion im Alpenraum positionieren. Hintergrund: 56 Prozent der Autofahrten in Tirol sind kürzer als fünf Kilometer und damit ideal für den Radverkehr geeignet. Ergänzt wird der Infrastrukturausbau durch digitale Angebote wie radrouting tirol und die radapp tirol, die Routenplanung, Sprachnavigation und Infos zu Wegsperren bieten. Allein im Mai 2026 verzeichneten beide Dienste zusammen rund 7.500 Routenabfragen.

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