Vorstellung der Ergebnisse einer von TSM–Accademia della Montagna durchgeführten Studie
Die Studie „Die Besucher der Schutzhütten im Trentino“ hatte das Ziel, das Profil derjenigen zu analysieren, die in den Hütten übernachten. Sie wurde vom Dienst für Tourismus und Sport der Autonomen Provinz Trient initiiert und von TSM–Accademia della Montagna in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Hüttenwirte des Trentino, Trentino Marketing und der Universität Trient durchgeführt.
„Die Daten zeigen – so der Landesrat für Tourismus und Standortförderung Roberto Failoni –, dass wir neben einer starken und konstanten Präsenz von Einheimischen aus dem Trentino in unseren Hütten auch viele Europäer sowie eine zunehmend bedeutende Zahl von Touristen aus Nord- und Südamerika antreffen. Das außergewöhnliche System der Schutzhütten ist eine wertvolle Ressource für das Trentino, und diese Studie wird uns nützliche und wichtige Hinweise liefern, um gemeinsam zu überlegen, wie es weiter aufgewertet werden kann.“
Einige zusammenfassende Daten
Fast 80 % der Besucher bezeichnen sich als „bergkundig“; mit einem hohen Bildungsniveau suchen sie bewusst nach einer Erfahrung der „Immersion und des Rückzugs“. Sie informieren sich aktiv aus verschiedenen Quellen über die Route ihrer Wanderung und achten auf Umweltthemen; dabei behalten sie ein Verständnis der Berge als Raum der Freiheit bei, in dem Einschränkungen vor allem dann als legitim angesehen werden, wenn sie dem Schutz der natürlichen Umwelt dienen.
Die Besuchsweisen sind unterschiedlich. Italienische Besucher (52,4 %) identifizieren sich häufiger als „Trekker“ oder „Gelegenheitsurlauber“, übernachten ein oder zwei Tage und erleben die Hütte als Ziel. Ausländische Besucher (47,6 %), insbesondere aus Deutschland, den Niederlanden, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich, weisen technischere Profile auf, mit einer ausgeprägten Präsenz von Hochgebirgswanderern und Alpinisten, und nutzen die Hütte als Stützpunkt innerhalb mehrtägiger Routen.
Weitere Untersuchungsbereiche betrafen die Rolle der Hüttenwirte, die Erwartungen an die angebotenen Dienstleistungen, das Bewusstsein für zentrale Umweltfragen sowie die Informationsbeschaffung. Dabei zeigte sich, dass die Bergwelt eher als Raum der Entkopplung denn als Ort digitaler Präsenz wahrgenommen wird.
Die Studie bestätigt, dass die Schutzhütten für die Bergwelt des Trentino weiterhin eine unverzichtbare „territoriale Präsenz“ darstellen; zugleich erscheinen sie jedoch auch als soziale und kulturelle Infrastruktur, als ein Raum, der unterschiedliche Praktiken, verschiedene Erfahrungsniveaus und vielfältige Formen der Beziehung zur alpinen Umwelt unterstützen kann.



