23.03.2026Tirol

Katastrophenschutzübung: Tirol & Salzburg üben Ernstfall

Großübung in Tirol und Salzburg: 300 Personen trainieren zwei Tage lang den Ernstfall mit Lawinen, Stromausfällen, Evakuierungen und intensiver Stabsarbeit.

Dichter Rauch über alpinem Gelände, mehrere Hubschrauber im Rettungseinsatz, Lawinenbergungen unter extremen Bedingungen und laufende Lagebesprechungen in den Einsatzstäben: Mit einer bundesländerübergreifenden Katastrophenschutzübung haben die Länder Tirol und Salzburg gemeinsam mit den Einsatzorganisationen die Zusammenarbeit im Ernstfall geübt. Zwei Tage lang wurde ein forderndes und dynamisches Szenario beübt – mit klarem Fokus auf Zusammenarbeit, Führungsfähigkeit und abgestimmte Kommunikation. Insgesamt 300 Personen – rund 100 MitarbeiterInnen der Behörden sowie 200 Angehörige der Einsatzorganisationen – haben an der Übung mitgewirkt. Neben den Ländern übten bei der Katastrophenschutzübung auch Alpinpolizei, Bundesheer, Bergrettung, Rotes Kreuzes und Feuerwehr.

Über eines waren sich die Anwesenden vor Ort einig: Je komplexer eine Krise, desto enger müssen alle Beteiligten zusammenarbeiten. Bei kritischen Lawinensituationen und extremen Schneefällen sind die Alpinpolizei und das Bundesheer gemeinsam mit den lokalen Einsatzkräften Schulter an Schulter im Einsatz.

Stabsarbeit unter realitätsnahen Bedingungen

Ausgangspunkt war ein fiktives Extremwetterszenario mit massiven Schneefällen: großflächige Stromausfälle, gesperrte Verkehrswege, abgeschnittene Gemeinden, gestrandete Gäste und akute Lawinengefahr. Ziel war es, die länderübergreifende Abstimmung in einer eskalierenden Lage zu trainieren. Laufend eingespielte neue Entwicklungen verlangten rasche Entscheidungen, klare Prioritätensetzungen und eine präzise Kommunikation nach innen und außen. Dabei standen die Stäbe beider Bundesländer im engen Austausch.

Realübung in Hochfilzen: Koordination unter Extrembedingungen

Höhepunkt der Übung war die groß angelegte Realübung am Truppenübungsplatz in Hochfilzen. Simuliert wurde ein Hubschrauberabsturz mit Brandentwicklung, mehreren teils schwer verletzten Personen sowie einem Lawinenabgang. Rund 200 Einsatzkräfte arbeiteten unter schwierigen Sichtverhältnissen und enormem Zeitdruck Seite an Seite. Während ein brennendes Wrack gelöscht wurde, suchten andere Trupps nach Verletzten und Lawinenverschütteten, bargen sie aus steilem Gelände und bereiteten den Abtransport per Luft und Boden vor.

Organisiert wurde die Übung federführend vom Österreichischen Bundesheer. Dazu wurde unter anderem ein echtes Hubschrauberwrack im Gelände des Truppenübungsplatzes positioniert und zu realitätsnahen Übungszwecken in Brand gesteckt.

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