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Projekt

Permafrost

Fels- und Bergstürze in Permafrost Gebieten: Einflussfaktoren, Auslösemechanismen und Schlussfolgerungen für die Praxis

Im Jahr 2012 wurde das Arge Alp Projekt „Einfluss von Permafrost auf Berg- und Felsstürze“ lanciert, mit den oben aufgelisteten Projektpartnern. Hintergrund des Projekts sind alpenweite Veränderungen der Permafrost Temperaturen (Harris et al., 2003; PERMOS, 2016; Zenklusen Mutter et al., 2010) und eine gleichzeitige Intensivierung der Felssturzaktivität in Gebieten mit Permafrost (Huggel et al., 2010). Permafrost beschreibt dabei den thermischen Zustand von Boden oder Felsuntergrund dessen Temperatur für mindestens 2 Jahre nicht über 0° C ansteigt. Als Felsstürze gelten Abbrüche aus Felswänden mit einem Volumen über 100 m3 , Bergstürze haben ein Volumen von über 1 Mio. m3 und werden in diesem Bericht ebenfalls diskutiert. Die Fachliteratur sieht einen Zusammenhang zwischen Felssturzintensivierung und Permafrosterwärmung (Gruber et al., 2004; Ravanel et al., 2010), welcher im Arge Alp Projekt weiter untersucht werden sollte. Dieser Bericht stellt eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Projektes und des allgemeinen Stands der Forschung zu Felsstürzen im Permafrost dar. Der Bericht bezieht sich auf Felsstürze im hochalpinen Terrain in dem Permafrost nachgewiesen oder zumindest wahrscheinlich ist. Neben Permafrost werden weitere Faktoren, welche die Stabilität von Felswänden beeinflussen vorgestellt und ihr Zusammenspiel analysiert.