Projekt

Institutionelle Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im Gesundheitswesen zum Thema COVID-19

Globale Herausforderung mit lokalem Ansatz?

Infos

Alle zehn Mitgliedsländer der Arge Alp waren, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise, von der ab Mitte Februar 2020 in Europa aufgetretenen COVID-19-Pandemie betroffen. Tatsächlich fanden sich alle Länder plötzlich in der Situation, sich einer Notlage, die schnelle Information und rasche Entscheidungen erforderte, stellen zu müssen. Auf der Konferenz der Regierungschefs der Arge Alp am 20. September 2020 in Salzburg wurde die „Erklärung der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp) zur Kooperation zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie im Alpenraum“ unterzeichnet.

Ein rascher Informationsaustausch kann sich für alle betroffenen Regionen als sehr hilfreich erweisen und kann für diejenigen, die „an der Front“ tätig sind und Präventionskampagnen konzipieren, von großem Nutzen sein. Ein umfassender Überblick über die in den verschiedenen Ländern ergriffenen Maßnahmen kann auch hilfreich sein, um die Kommunikation vor Ort zu stärken oder besser anzupassen. Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit und im Gesundheitswesen zum Thema Covid-19 kann in der Tat als globale Herausforderung erachtet werden, für die eine gezielte Herangehensweise erforderlich ist. Und eine auch grenzüberschreitende Kooperation kann nie so sehr wie in einem Moment der Krise eine wichtige Trumpfkarte sein.

Der Kanton Tessin möchte daher mit allen Partnern in der Arge Alp ein Benchmarking durchführen, um die in den bisherigen Phasen der Pandemie gesammelten Erfahrungen und ergriffenen Maßnahmen zu vergleichen und auszutauschen und die sich daraus ergebenden Best Practices umsetzen zu können.

Vorgesehen ist eine systematische Materialsammlung zum Thema Behördenkommunikation und Prävention im Gesundheitswesen und eine Online-Befragung. Geplant sind außerdem Experteninterviews mit den Akteuren und Verantwortlichen der Kampagnen, eine oder mehrere Videokonferenzen und eine Publikation zu den Best Practices auf der Grundlage der Erfahrungen, Herausforderungen und Methoden, die die Pandemie für die Politik und das Gesundheitswesen erforderlich macht.

Projektdauer: 2020-2021