19.10.2026Lombardei

Die ersten wasserstoffbetriebenen Züge fahren aus dem Valcamonica-Tal ab

Der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, und der Regionalminister für Verkehr und nachhaltige Mobilität, Franco Lucente, haben die Wasserstoffproduktions- und -verteileranlage in Edolo (Provinz Brescia) besucht.

Die Anlage wurde von Ferrovienord im Rahmen des Projekts H2iseO errichtet. Die Bauarbeiten wurden im Juni 2026 abgeschlossen. Die Mittel aus dem italienischen Wiederaufbauplan PNRR für das Projekt, das auch die Standorte in Iseo und Rovato (Provinz Brescia) umfasst, belaufen sich auf 97,2 Millionen Euro. Ziel ist die Entwicklung einer Wasserstoff-Wertschöpfungskette im Valcamonica-Tal, ausgehend vom Mobilitätssektor.

„Dieses Projekt“, so Präsident Attilio Fontana, „verkörpert perfekt den ökologischen Wandel, den wir anstreben: einen Weg, der auf Investitionen, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit basiert und in der Lage ist, Entwicklung zu schaffen. Als Region Lombardei haben wir H2iseO unterstützt, weil die Institutionen die besten Technologien erproben und bewerten müssen, um sie anschließend in nützliche Dienstleistungen umzusetzen. Die Standorte in Edolo und Iseo zeigen, dass große technologische Transformationen in den Regionen beginnen können und müssen und dabei Kompetenzen sowie Exzellenz schaffen. Das ist das lombardische Modell: konkrete Innovation, um konkrete Antworten zu geben. Der ökologische Wandel muss ein Motor der Entwicklung sein und darf kein Hemmnis für Wachstum werden.“

Das von FNM, Ferrovienord und Trenord mit Unterstützung der Region Lombardei geförderte Projekt H2iseO verfolgt das Ziel, im Gebiet das erste italienische „Hydrogen Valley“ für den Schienenverkehr zu entwickeln. Ausgehend vom Mobilitätssektor soll die energetische Umstellung der Region eingeleitet und ein wesentlicher Beitrag zur Dekarbonisierung eines bedeutenden Teils des öffentlichen Nahverkehrs geleistet werden.

Das Projekt H2iseO umfasst die Inbetriebnahme von 14 neuen Wasserstoffzügen, die die derzeit auf der Strecke eingesetzte Dieselflotte vollständig ersetzen sollen. Darüber hinaus sieht das Projekt den Bau von Anlagen zur Produktion und Verteilung von Wasserstoff, die technische und infrastrukturelle Modernisierung der betroffenen Bahnhöfe sowie die Errichtung eines Depots und eines Wartungszentrums für Wasserstoffzüge vor.

Medien

Weitere Beiträge