Land, Bund, Gemeinden und Genossenschaften sorgen für bestmögliche Sicherheit
Aufgrund der Topographie des Landes sind die Gefahren durch Wildbäche in Salzburg unterschiedlicher Natur: Von hohen Oberflächenwasserabflüssen im wenig bewaldeten Flachgau bis zu Geschiebe und Muren in den Gebirgsgauen reicht das Spektrum. Um das Risiko großer Schadensfälle bei Starkregenereignissen zu minimieren, werden heuer wieder 40 Millionen Euro in Schutzbauten investiert.
Umgesetzt werden die Maßnahmen von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV), einer Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Finanziert wird nach folgendem Schlüssel: 60 Prozent der Kosten trägt der Bund, 15 Prozent das Land und 25 Prozent die Gemeinden beziehungsweise Wildbachwassergenossenschaften. In Salzburg gibt es beinahe 300 dieser Genossenschaften - ein in dieser Form einzigartiges System in Österreich, bei dem Personen, deren Objekte gefährdet sind, ihre Schutzmaßnahmen mitfinanzieren.
Aigner: „Sicherheit ist unsere Verantwortung.“
Für Landesrat Maximilian Aigner steht fest: „Sicherheit ist keine Option, sondern unsere Verantwortung. Aufgrund der klimatischen Veränderungen nehmen Extremwetterereignisse zu. Das zeigt deutlich, wie wichtig vorausschauende Schutzmaßnahmen sind. Mit einem Landesanteil von 15 Prozent, das entspricht rund 6,2 Millionen Euro, lösen wir Investitionen in Höhe von rund 40 Millionen Euro aus und stärken damit gezielt den Schutz unserer Bevölkerung. Wer heute vorsorgt, verhindert Schäden von morgen.“
Klimatische Rahmenbedingungen verändern sich
Der Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung in Salzburg, Gebhard Neumayr, informiert über die Vielzahl an Faktoren, die es bei der Errichtung von Schutzbauten zu berücksichtigen gibt: „Unsere Planungen basieren auf detaillierten Gefahrenanalysen, Erhebungen und jahrzehntelanger Erfahrung. Durch die Veränderung des Klimas steht in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wesentlich mehr Geschiebe zur Verfügung. Daher sind wir in Salzburg gerade dabei ein Geschiebemonitoring aufzubauen, um Strategien entwickeln zu können. Durch all diese Maßnahmen und Weiterentwicklungen, auch bei den Berechnungsmethoden, können wir Schutzbauwerke präzise dimensionieren und bestehende Anlagen optimieren. Das gewährleistet nachhaltige Sicherheit unter sich verändernden klimatischen Rahmenbedingungen.“


