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27.03.2020Südtirol

Südtirol baut auf engere Beziehungen zu internationalen Neurowissenschaftskreisen

Das Land Südtirol wird weiterhin den renommierten Valentin-Braitenberg-Preis stiften, aber auch an deren Ausrichtung und Vergabe mitarbeiten.

Seit 2014 ist das Land Südtirol Stifter des Valentin-Braitenberg-Preises für Computational Neuroscience. Dabei handelt es sich um einen internationalen Wissenschaftspreis, der nach dem 1926 in Bozen geborenen und 2011 in Tübingen verstorbenen Hirnforscher und Kybernetiker benannt ist. Im März 2020 hat die Südtiroler Landesregierung den Entwurf einer Vereinbarung zwischen Land und dem Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience genehmigt. Sie regelt die Zusammenarbeit und Vergabe des Preises. Zudem wurde Südtirols Landeshauptmann und Landesrat für Forschung und Innovation, Arno Kompatscher, zur Unterzeichnung des Abkommens ermächtigt.

Netzwerken und Synergien schaffen

Von den engeren Verbindungen zum Bernstein-Netzwerk verspricht sich das Land Südtirol nach den Worten von Landeshauptmann Kompatscher "eine bessere Positionierung im internationalen Kontext der Neurowissenschaften, besonders mit Ausblick auf mögliche Synergien zwischen Mitgliedern des Netzwerks und beispielsweise dem Institut für Biomedizin an der Eurac oder den angedachten Südtiroler Ausbildungswegen für Mediziner und Medizinerinnen". Den mit derzeit 5.000 Euro dotierten Preis "Valentin Braitenberg Award for Computational Neuroscience" schreibt das Bernstein-Netzwerk im Zweijahresrhythmus in allen geraden Jahren aus. Das Bernstein-Netzwerk ermittelt die Preisträgerin bzw. den Preisträger und setzt dabei einen besonderen Fokus auf die Forschungsarbeit im Bereich der Neurowissenschaften. Das Land Südtirol hat sich in dieser Vereinbarung vorerst bis zum Jahre 2023 an der Stiftung und Verleihung des Preises verpflichtet. Derzeit laufen die Bewerbungen für die Preisvergabe 2020. "Ich freue mich außerordentlich, dass das Land Südtirol auch weiterhin den Valentin Braitenberg Award unterstützt und wir die Erfolgsgeschichte des Preises gemeinsam fortführen können", erklärt in diesem Zusammenhang die Vorsitzende des Bernstein Netzwerks Computational Neuroscience, Susanne Schreiber.

Der Namensgeber des Wissenschaftspreises ist der Hirnforscher Valentin Braitenberg. Seine Forschung gilt als interdisziplinär und lebt von der Interaktion biologischer und theoretischer Ansätze. Der gebürtige Südtiroler hat damit maßgeblich zur Entwicklung der biologischen Kybernetik beigetragen, die ihrerseits Robotik und Künstliche Intelligenz inspiriert hat und es bis heute tut. Er gilt damit als ein Wegbereiter der Fachrichtung Computational Neuroscience.

http://www.provinz.bz.it/news/de/news.asp?news_action=4&news_article_id=636069

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