Projektziele

Die Definition von Tradition wurde von den Expert*innen im Vorgängerprojekt formuliert und im Abschlussbericht festgehalten (s. S. 22 - 23). Das daraus resultierende gemeinsame Bild zeigt, wie Traditionen von Kultur und Religion, den jeweiligen Handlungs- und Verhandlungsspielräumen und der Fähigkeit und dem Willen zur Öffnung und Re-definition geprägt sind.

Gewonnene wesentliche Erkenntnisse aus dem Vorgängerprojekt dienen als Basis für die Entwicklung des Folgeprojekts, welches als partizipativer Prozess konzipiert und aktiv die Bevölkerung in Dialoge und Maßnahmen einbeziehen wird:

  • Traditionen unterliegen, so wie die Kultur einer Gesellschaft, einer laufenden Änderung und Anpassung an die aktuelle (gesellschaftliche und wirtschaftliche) Situation.
  • Tradition ist hilfreich für den Integrationsprozess: sie bietet sozialen Anschluss und gesellschaftliche Teilhabe, sie fördert die räumliche und emotionale Bindung und das Gefühl von Zugehörigkeit.
  • Es gibt immer mehrere Sichtweisen/Interpretationen von Tradition: Erfahrungen spielen eine große Rolle bei der Interpretation von Tradition.
  • Tradition lässt die Vielfalt (der Individuen, der Generationen, der Kulturen) zu; es braucht jedoch das Verstehen von Vielfalt und die Akzeptanz von Vielfalt.
  • Es gibt das Bedürfnis, Vorurteile auszudrücken: es braucht einen gesellschaftlichen Diskurs über/mit den anderen, aber auch über uns und unsere Sichtweise der eigenen Kultur.
     

Das Projekt verfolgt folgende Ziele:

  1. Es will Tradition als etwas Vielfältiges, Wandelbares und Grenzüberschreitendes kommunizieren, um einem antiquierten Traditionsbegriff entgegenzuwirken.
  2. Die Rolle von Traditionen im Integrationsprozess und bei der Identifikation mit einer Gesellschaft aus Sicht der Bevölkerung aufzeigen.
  3. Die Vielfältigkeit des Alpenraums sichtbar machen.
  4. Sensibilisierung erzeugen.