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Projekt

Tradition - Vielfalt - Wandel

Mitgration, Vielfalt und die Integrationsfähigkeit von Alpenregionen

Infos

„Tradition-Vielfalt-Wandel“ beschäftigt sich mit Beständigkeit und Tradition im Kontext von Migrationsbewegungen. Dabei setzt sich das Projekt mit Begrifflichkeiten, der Rolle von Traditionen im Integrationsprozess und der Identifikation mit einer Gesellschaft auseinander. Ziel ist es, die Vielfältigkeit des Alpenraums sichtbar zu machen und unterschiedlichen Zugängen zu Integration und Tradition Platz zu geben. Die Erkenntnisse werden am Ende in einem Sammelband zusammengefasst und publiziert.

Traditionen spielen in den Alpenraumregionen eine große Rolle. Gemeinsam haben diese Regionen, dass Traditionen Sicherheit geben, zu einem Verständnis der Lebenswelten der jeweiligen Region beitragen und ein Miteinander der Menschen in der jeweiligen Region fördert. Traditionen beinhalten daher sowohl individuelle wie auch gemeinschaftliche Wertesysteme der Menschen in den Alpenregionen und stellen somit eine Basis für das Alltagsleben, aber auch für wirtschaftliches und ökologisches Handeln dar.

Sehr oft werden Traditionen als etwas Ausschließliches interpretiert, das nur „uns“ eigen ist und zu „uns“ gehört. Damit haben sie das Potenzial des Trennenden, das exklusiv nur den schon lange bei uns ansässigen „gehört“. Traditionen unterliegen aber – ebenso wie die Kultur einer Gesellschaft als Ganzes – einer laufenden Änderung und Anpassung an die aktuelle Situation. Traditionen sind seit jeher auch beeinflusst von Wirkungen, die von „außenkommen – kulturelle Einflüsse, wirtschaftliche Notwendigkeiten,… In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass selbstverständlich auch die Zuwanderung von Menschen Traditionen beeinflusst.

Was hat sich über die Jahre und Jahrzehnte bewährt? Was gibt den Menschen Beständigkeit? Welche Bedeutung haben Traditionen in einer Zeit intensiver gesellschaftlicher Entwicklungen und internationaler Wanderungsbewegungen? Wie verändern sich Traditionen? Können „eingewanderte“ Traditionen und Kulturen in „unsere“ Traditionen Eingang finden und Teil einer neuen – gemeinsamen - Identität werden? Oder sind Traditionen zwangsläufig ein Hindernis für Offenheit gegenüber Neuem? Welche Aufgabe haben Traditionen als Instrument für gelungene Integration? Und welche Funktion haben sie für eine gemeinsame Identität bzw. für die Identifikation mit der Gesellschaft in der man lebt. Um ein gegenseitiges Verständnis zu erzielen, erscheint es essenziell, sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen und mögliche Antworten zu finden.

Mit dem Projekt „Tradition – Vielfalt – Wandel“ sollen folgende Ziele erreicht werden: 

  • Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten, die Rolle von Traditionen im Integrationsprozess und der Identifikation mit einer Gesellschaft 
  • Vielfältigkeit des Alpenraums sichtbar machen und unterschiedliche Zugänge zu Integration und Tradition Platz geben
  • Sichtbarmachung der Erkenntnisse aus den Diskussionen mittels Publikation (Fachband)

ExpertInnen unterschiedlicher Fachrichtungen werden eingeladen, sich den aufgeworfenen Fragen zu stellen. Die Fokusgruppen werden schriftlich dokumentiert und zu einer Publikation(Fachband) zusammengefasst.

Aufbauend auf den Ergebnissen des ersten Projekts soll ein Folgeprojekt gestartet werden. Das Folgeprojekt ist als partizipativer Prozess angelegt, um auch die Bevölkerung aktiv in Diskussionen und Maßnahmen einzubeziehen.

Projektlaufzeit: 2019-2020

Kontakt:

Projektleitung

Land Salzburg

Abteilung 2 – Kultur, Bildung und Gesellschaft

Referat 2/06 – Jugend, Generationen, Integration

Mag.a (FH) Yvonne Kirchmauer MA

E-Mail: tvw-tdc@salzburg.gv.at

 

Partner des Projekts

Land Tirol

Abteilung Gesellschaft und Soziales

Johann Gstir, Leitung Bereich Integration

Land Vorarlberg

Abteilung Gesellschaft, Soziales und Integration - Koordinationsstelle für Integrationsangelegenheiten

Carmen Nardelli, Funktionsbereichsleiterin

Kanton Graubünden

Amt für Migration und Zivilrecht - Fachstelle Integration

Patricia Ganter-Sonderegger, kantonale Integrationsdelegierte

Autonome Provinz Südtirol

Südtiroler Landesverwaltung - Koordinierungsstelle für Integration

Anika Michelon, Dagmar Emeri

Autonome Provinz Trient

Federica Rottaris

Dipartimento salute e politiche sociali, Osservatorio per la salute

Region Lombardei

Maria Agostina Lavagnino, Paolo Sabbadini

Eventi Internazionali per la promozione del sistema Lombardia

Relazioni Internazionali, Direzione Generale Presidenza

Kanton Tessin

Dipartimento dell’educazione, della cultura e dello sport (DECS), Divisione della cultura e degli studi universitari, Centro dialettologia e di etnografia

Paolo Ostinelli, Karyn Giovannini