Aktuelles und Termine

Abschlussveranstaltung am 2. Dezember 2020

Ein ereignisreiches Projektjahr geht zu Ende: In zwei Präsenz-Fokusgruppen, zwei virtuellen Fokusgruppen und einem Online-Austausch haben sich Expertinnen und Experten in den Bereichen Kultur und Tradition aus den Regionen Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Südtirol, Trentino und Lombardei zum Thema „Traditionen und ihre Tauglichkeit für den Integrationsprozess“ ausgetauscht, ein gemeinsames Bild von Tradition formuliert und Möglichkeiten für weitere Aktivitäten entwickelt.

Stefan Wally, Politikwissenschaftler und Geschäftsführer der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg, ließ gemeinsam mit Projektleiterin Yvonne Kirchmauer und Dagmar Ziegler (Prozessbegleitung und Projektmanagement) das vergangene Jahr Revue passieren und teilte die Erfahrungen und wichtigsten inhaltlichen Erkenntnisse mit Projektteilnehmer*innen und Interessierten.

Dritte Fokusgruppe traf sich am 28. Oktober 2020 online

Am 28. Oktober fand die dritte Fokusgruppe im Rahmen des Arge Alp Projektes „Tradition – Vielfalt – Wandel: Migration, Vielfalt und die Integrationsfähigkeit von Alpenregionen“ statt. Auf Grund der Covid-19-Vorgaben durften die Projektteilnehmerinnen und –teilnehmer nicht reisen bzw sich in Präsenz treffen. Daher wurde die 3. Fokusgruppe online durchgeführt. Technisch wurde diese von David Röthler und Olivia Schneider sowie den Simultan- Dolmetscherinnen Serena Comoglio (Link zum Blog) und Maddalena Marttella betreut. Durch die vier Stunden führte Dagmar Ziegler.

Zur Debatte wurden insgesamt 12 Expertinnen und Experten der einzelnen Projektregionen Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Graubünden, Südtirol, Trentino und Lombardei eingeladen. Zusätzlich konnten sich auch die ProjektpartnerInnen der jeweiligen Regionen beteiligen.

Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten beiden Fokusgruppen diskutierten die ExpertInnen folgende Fragen:

  • Wie kann man unsere Erkenntnisse für Integration instrumentalisieren?
  • Wie kann man in puncto „die Zugewanderten sollen unsere Traditionen annehmen und sich anpassen“ mit konstruktiven Argumenten entgegenhalten? Ergebnisse könnten gute Antworten/Argumente auch gegenüber Politik liefern.

Ziel der Fokusgruppe war es, geeignete Instrumente zu besprechen, damit Traditionen für Integration optimal genutzt werden können. Darüber hinaus wurde versucht, konstruktive Argumente/Antworten für die Politik zu erarbeiten und zu formulieren.

Ab 10 Uhr trafen sich daher die ExpertInnen und ProjektpartnerInnen auf der zoom-Plattform. Nach einer kurzen technischen Einführung gab es einen Rückblick, um alle TeilnehmerInnen auf den gleichen Stand zu bringen. Dagmar Ziegler, die die Fokusgruppe auch methodisch vorbereitet hat, gab anschließend eine inhaltliche Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse und Erkenntnisse.

Danach erfolgte die Bearbeitung der 1. Frage „Wie kann man unsere Erkenntnisse für Integration instrumentalisieren?“. In ca 10 Minuten hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre Stichworte an die Online-Pinwand zu posten, die im Anschluss erörtert wurden. Kurz vor der Mittagspause gab es noch eine bildliche Zusammenfassung durch Anita Berner, die die Fokusgruppe grafisch dokumentiert hat. Nach der Mittagspause gab es ein kleines Warm-up.

Im Anschluss setzten sich die ExpertInnen mit der 2. Frage auseinander: „Wie kann man in puncto „die Zugewanderten sollen unsere Traditionen annehmen und sich anpassen“ mit konstruktiven Argumenten entgegenhalten? Ergebnisse könnten gute Antworten/Argumente auch gegenüber Politik oder Menschen, die solche Aussagen unreflektiert treffen, liefern.“ Wiederum gab es die Möglichkeit, Ideen und Gedanken auf eine Online-Pinwand zu posten und das Geschriebene anschließend zu diskutieren.

Die Dokumentation der Fokusgruppe erfolgte über eine zoom-Aufzeichnung, mittels der Online-Pinwände, Screenshots und der schriftlichen Dokumentation mittels edupad.ch.

Mit einer bildlichen Zusammenfassung des Nachmittags und einem Ausblick auf die Abschlussveranstaltung am 2.12.2020 und die Fertigstellung des Fachbandes im Jänner 2021 wurden die drei geplanten Fokusgruppen um 15:30 Uhr erfolgreich beendet.

Auftaktveranstaltung und 1. Präsenzfokusgruppe am 27. Januar in Salzburg

Am 27. Januar haben die Auftaktveranstaltung und 1. Präsenzfokusgruppe in Salzburg stattgefunden. Dazu trafen sich insgesamt 11 Expertinnen und Experten der einzelnen Projektregionen. Bereits am Vorabend fanden beim Kennenlernen erste Diskussionen zum Thema „Tradition“ statt.

Bei der ersten Präsenzfokusgruppe traten die Expertinnen und Experten in den Dialog. Dazu wurden Leitfragen gestellt:

  • Was bedeutet Tradition für Sie/Dich? Welche Rolle spielt sie in Ihrem/Deinem Leben?
  • Welche Rolle hat Tradition als Instrument für gelungene Integration?
  • Welche Funktion haben Traditionen für eine gemeinsame Identität bzw. für die Identifikation mit der Gesellschaft, in der man lebt?

Bevor diese Fragestellungen bearbeitet wurden, wurden die Ergebnisse der virtuellen Fokusgruppe vorgestellt.

Teilnehmende Expertinnen und Experten der 1. Präsenzfokusgruppe

Südtirol
Adel Jabbar, Dozent al Master Interkulturale/Università Modena
Ulli Mazza, freischaffende Erwachsenenbildnerin, Kunstpädagogin, Kommunikationstrainerin

Trentino
Giovanni Kezich, Direttore antropologo/Museo degli Usi e Costumi della Gente Trentina             
Sabrina Rasom, Comun General de Fascia/Responsabile Unità organizzativa dei servizi linguistici e culturali

Salzburg
Kurt Luger, Univ.-Prof. für Inter- und Transkulturelle Kommunikation/Universität Salzburg und UNESCO Lehrstuhl Kulturelles Erbe und Tourismus
Silvia Hahn, Univ. Prof., ehemalige Vizerektorin für Internationale Beziehungen und Kommunikation, Expertin für historische Migrationsforschung/Universität Salzburg

Vorarlberg
Fatih Özcelik, Vorarlberg Museum
Evelyn Fink-Mennel, Lehrbeauftragte Landeskonservatorium/Zentrum Volksmusikforschung Bodenseeraum

Tirol
Claudius Ströhle, Ethnologe am Institut für Geschichte und Europäische Ethnologie/Universität Innsbruck
Karl C. Berger, Museumsleiter/Volkskundemuseum Innsbruck und Migrations- u. Volkskundeexperte

Lombardei         
Agostina Lavagnino, Eventi Internazionali per la promozione del sistema/Lombardia Relazioni Internazionali, Direzione Generale Presidenza   

Projektleitung
Yvonne Kirchmauer, Referat Jugend-Generationen-Integration/Land Salzburg

Organisation und Dokumentation
Dagmar Ziegler, bePart/Salzburg       

Moderation     
Julia Feldkircher-Di Feo, Land Salzburg

Graphic Recording       
Anita Berner, Visual Message

Konferenzdolmetsch  
Serena Comoglio & Maddalena Martella

Nach der sehr erfolgreichen und überaus interessanten Auftaktveranstaltung freuen wir uns schon sehr auf die 2. Präsenzfokusgruppe, die am 27.2.2020 in Bozen stattfindet. Die Experten und Expertinnen werden an diesem Tag mit folgenden Fragestellungen weiterarbeiten:

  • Welche Traditionen sind für Integrationsmaßnahmen tauglich (best-practice Beispiele)?
  • Was sind Chancen und was die Risiken?
  • Welche Traditionen sind weit verbreitet und bieten einen breiten Anknüpfungsrahmen?

Alle drei Präsenzfokusgruppen werden synchron (DE-IT) von professionellen Konferenzdolmetscher/innen übersetzt

Erste Einblicke in das Projekt „Tradition-Vielfalt-Wandel“

Virtuelle Fokusgruppe Salzburg

Fokusgruppe Trentino im Dezember 2019

  • Was bedeutet Tradition für Sie/Dich und welche Rolle spielt sie in Ihrem/Deinem Leben?
  • Welche Rolle hat Traditionen als Instrument für gelungene Integration?
  • Welche Funktion haben Traditionen für eine gemeinsame Identität bzw. für die Identifikation mit der Gesellschaft, in der man lebt?

Treffen der Projektpartner in Innsbruck

Am 12. September 2019 fand das erste Treffen der Projektpartner in Innsbruck statt. Bei diesem Treffen wurde Inhaltliches und Organisatorisches die Auftaktveranstaltung, die Fokusgruppen und die Abschlussveranstaltung betreffend besprochen.

Als deklariertes Ziel wurde bei diesem Treffen die Definition eines gemeinsamen Bildes von Tradition im ARGE ALP Raum erstellt und Ideen, wie dieses Bild, u.a. anhand partizipativer Elemente, in einem Folgeprojekt weitervermittelt werden kann, entwickelt.

Termine

2. Dezember 2019             Virtuelle Fokusgruppe

27. Jänner 2020                Auftaktveranstaltung inkl. 1. Fokusgruppe in Salzburg/AT

17. September 2020         2. Fokusgruppe in Bozen/IT

18. Oktober 2020              3. Fokusgruppe in CH

3. Dezember 2020           Abschlussveranstaltung in Salzburg/AT