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23.07.2019Salzburg

Langzeitprognose für die Wasserversorger

Landesrat Josef Schwaiger informiert sich bei Bernd Niedermoser (re.) von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik über das neue Prognosemodell.

Großwetterlage. Verdunstungsgrad. Grundwasserspiegel. Alles gemeinsam betrachtet, ermöglicht nun, einen ganzen Monat in die Zukunft zu blicken – zumindest was die Trinkwasserversorgung in Salzburg betrifft.

Am neuen Prognosemodell arbeiteten absolute Experten: Die Meteorologen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg und der Dachverband der Wasserversorger schaffen so eine relativ exakte Vorhersage, ob in den kommenden vier Wochen mit Wasserknappheit zu rechnen ist. 

Vorhersage bis zu vier Wochen

„Fest steht, je größer das Zeitfenster ist, um so vorausschauender können unsere Wasserversorger im Land Salzburg reagieren“, so Landesrat Josef Schwaiger. Bisher war eine Voraussage von zwei Wochen realistisch, durch die Einbeziehung der Großwetterlage (ZAMG) plus die Kenntnisse über den Grundwasserhaushalt (Hydrographischer Dienst) sind nun die Prognosen relativ genau bis zu vier Wochen möglich.

Rund 6.000 Quellen und Brunnen 

Zeichnet sich eine vorübergehende Dürre ab, können die heimischen Wasserversorger rechtzeitig und koordiniert reagieren. „Auf der einen Seite ist es möglich, dass sich benachbarte Versorger absprechen, auf der anderen Seite kann der Verbrauch in den betroffenen Regionen eingeschränkt werden. Auto waschen, Pools füllen – es gibt viele Arten, Wasser zu sparen“, so Matthäus Wimmer, Obmann des Dachverbandes der Wasserversorger. Im Land Salzburg sprudelt das kühle Nass aus 5.312 großen und 672 kleinen Quellen sowie Brunnen. 635 öffentliche Versorger, private wie Genossenschaften, sorgen für einwandfreies Trinkwasser.

Foto:
© Land Salzburg/Neumayr/Leo
© Land Salzburg/Otto Wieser