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Foto: Wilder Kaiser, Tirol | © Christoph Holz

Aktuelle Projekte

Bildung

Der Alpenraum ist geprägt durch historisch überkommene Grenzen, welche Sprachgebiete oder Staaten definieren und auch unterschiedliche Bildungs- und Erziehungsstrukturen entwickeln ließen. Zu dergestalt geprägter Vielfalt gesellt sich das Nebeneinander von eher dicht und städtisch besiedelten Gebieten mit ausgebautem Bildungsangebot einerseits und von wenig besiedelten und abgelegenen Talschaften andererseits.

  • Kooperationsformen sollen entwickelt werden, die es erlauben, im zusammenwachsenden Europa die überlieferte dezentrale kulturelle Vielfalt zu erhalten und die Brückenfunktion der ARGE ALP wahrzunehmen. Dazu gehört etwa die grenzüberschreitende Unterstützung von gemeinsamen Aktivitäten und Veranstaltungen sowohl der traditionellen wie auch der zeitgenössischen Kunst und Kultur.
  • Die kulturellen Kleinstrukturen des Alpenraumes sollen gepflegt und entwickelt und die Möglichkeiten zum gegenseitigen, auch grenzüberschreitenden Austausch gefördert werden. Gleichzeitig soll auch der Kulturaustausch über die Grenzen der ARGE ALP hinaus gefördert werden, um den Alpenraum als Teil des europäischen Kulturkreises begreifen und vorstellen zu können.
  • Die kommunalen und privaten Träger haben außerhalb der großen Zentren oft Mühe, ihr reichhaltiges Kulturpotential zur Entfaltung zu bringen. In den eher global wirkenden Medien erfahren sie in der Regel geringe Beachtung. Dies erfordert eine Konzentration und Bündelung der Kräfte durch Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch in allen Kulturbereichen sowie den Ausbau der grenzüberschreitenden und alpenweiten Information über kulturelle Aktivitäten und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
  • Um die Rahmenbedingungen für eine optimale Entwicklung im kulturellen Bereich zu verbessern, soll die Einrichtung von kulturellen Zentren wie Begegnungs-, Veranstaltungs- und Ausstellungsräumlichkeiten oder Heimat- und Freilichtmuseen auch in entlegenen Regionen gefördert werden, ebenso grenzüberschreitend Begegnungen von Künstlern.
  • Anzustreben sind Zusammenarbeitsformen zwischen Stadt und Umland unter Einbezug abgelegener Talschaften, so dass auch die Bevölkerung ländlicher und touristisch genutzter Gebiete an den nur zentral anzubietenden kulturellen Einrichtungen teilhaben kann. Das soll auch gelegentliche Veranstaltungen außerhalb der Zentren einschließen, wofür eine Mindestinfrastruktur bereitgehalten werden muss.
  • Die Schätze der Volkskultur sollen vermehrt der einheimischen Jugend sowie den Besuchern (Touristen) der Alpenregionen nahegebracht bzw. erschlossen werden. Die Aktivitäten von Laienkünstlern sind auch unter diesem Gesichtspunkt zu fördern. Mit dem Ziel der Stärkung der regionalen Eigenständigkeit ist auch die Kraft kultureller Vereinigungen gegen die "kulturelle Abwanderung" aus den Alpengebieten zu stärken. Zur Identitätsfindung und -erhaltung gehört auch die sorgsame Pflege des überkommenen baulichen Kulturguts.
  • Um hinderliche Schranken im Alpenraum abzubauen, soll versucht werden, für alle Kunstsparten das national verschiedene Urheber-, Steuer-, Sozialversicherungs- und Zollrecht zu verbessern bzw. anzugleichen. Der temporäre Austausch von Kulturgütern, z.B. für Ausstellungen, soll durch Abbau rechtlicher Hindernisse gefördert werden.

Ziele und Maßnahmen