
Hintergrundinfos zum Gericht
Die wohl berühmteste Suppe Graubündens – auf Rumantsch grischun „suppa da giutta“ genannt – ist die weit über die Landesgrenze hinaus bekannte Bündner Gerstensuppe. Sie nimmt unter den Suppen die Stellung einer Königin ein. Von der Gerstensuppe gibt es Dutzende von Varianten. In jedem Tal existiert ein etwas anderes Rezept. Vor allem in der langen und kalten Winterzeit diente sie als währschafte Speise. Am Sonntag wurde sie jeweils schon früh aufgesetzt. Anschliessend liess man sie während des Kirchgangs in einem großen Kessel unbeaufsichtigt auf kleinem Feuer weiterkochen. Und dann gab es die Gerstensuppe zum Mittagessen. Schon früh haben Zeitgenossen die Spezialität aus den Tälern Graubündens (wie z.B. dem Engadin) erkannt. In einer Chronik des 18. Jahrhundert heisst es nämlich: „Ich kan versichern, dass man in keinem Land wohlgeschmacktere Gersten Suppen isset als im Engadein“. Auch existiert ein Volkslied, das mit folgenden Worten beginnt: „Tippa, tippa, teppa – La mamma ha nom Barbletta – Metta sur la guiotta – Licha la palotta“, was soviel heisst wie „Die Mutter heisst Barbletta, sie setzt die Gerstensuppe auf und leckt die Kochkelle ab“. Diese, neben dem luftgetrockneten Bündnerfleisch, wohl verbreitetste Spezialität der traditionellen Kochkunst Graubündens ist auch in den heimischen Küchen die klassische Suppe geblieben.





















