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ArgeAlp
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“Konferenz der Regierungschefs in Bad Ragaz vom 29. Juni 2012”

St.Gallen gibt Arge-Alp-Vorsitz an Tirol weiter

An der Konferenz der Regierungschefs der Arge Alp (Arbeitsgemeinschaft Alpenländer) in Bad Ragaz gab der St.Galler Regierungsrat Willi Haag den Vorsitz an den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter weiter. In den vergangenen zwölf Monaten unter Leitung des Kantons St.Gallen stand auf praktischer Ebene das Thema erneuerbare Energie im Vordergrund, auf politischer Ebene wurde – zusammen mit weiteren alpinen Regionen – eine "Makroregionale Strategie für den Alpenraum" entwickelt.

Ein abwechslungsreiches, lehrreiches und spannendes Jahr gehe zu Ende, bilanzierte der St.Galler Regierungsrat Willi Haag heute Freitag an der Konferenz im st.gallischen Kurort Bad Ragaz. Unter dem Vorsitzthema "Die Alpen: Quellen erneuerbarer Energie" durfte der Kanton St.Gallen vielfältige länderübergreifende Fachkontakte fördern.

Die Arge Alp beschäftigt sich schon länger mit dem Thema Energieeffizienz und erneuerbare Energie, insbesondere auch im vorangegangenen Vorsitzjahr Salzburgs. Daran anknüpfend wollte der Kanton St.Gallen konkrete Umsetzungswege beleuchten und "Best Practice"-Beispiele bekannt machen.

Arge-Alp-Tagung "Wege zur Energiestadt" in St.Gallen

Dazu wurde anfangs Mai in St.Gallen die Tagung "Wege zur Energiestadt" durchgeführt. Die Länder, Regionen, Provinzen und Kantone der Arge Alp waren mit je einer Gemeinde vertreten, die Beispielhaftes im Bereich erneuerbarer Energien umgesetzt hat. Wildpoldsried (Bayern), Landquart (Graubünden), Weissbach bei Lofer (Salzburg), Buchs (St.Gallen), Toblach (Südtirol), Virgen (Tirol), Trento (Trentino) und Wolfurt (Vorarlberg) stellten ihre erfolgreichen Projekte und Strategien vor. Für die rund 90 Teilnehmenden war es eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen, Fachkontakte zu knüpfen und neue Ideen aufzunehmen. Grenzübergreifende Herausforderungen wurden diskutiert, immer im Bewusstsein um die gemeinsame Verantwortung für den alpinen Lebensraum. Einig  waren sich die Teilnehmenden, dass die erneuerbaren Energien dem Alpenraum vielfältige Chancen eröffnen im technischen, ökonomischen, touristischen, ökologischen und kulturellen Bereich.

Die Tagung wurde in einer illustrativen Broschüre dokumentiert. Diese ist auch auf der Homepage der Arge Alp ( www.argealp.org ) zu finden.

Zusammenarbeit in verschiedensten Fachgebieten

An der Konferenz in Bad Ragaz nahmen die Regierungschefs auch Kenntnis vom Stand der laufenden Projekte der Arge Alp. Es sind dies zahlreiche länderübergreifende Initiativen auf ökologischem, kulturellem, sozialem und ökonomischem Gebiet. Darunter finden sich Wettbewerbe in alpenspezifischen Sportarten, grenzüberschreitender Schüler- und Lehrlingsaustausch, ein Alm-Atlas, Baukultur im Alpenraum, Zivilschutz im Vergleich, ein Forum für alpine Wasserwirtschaft, ein Erfahrungsaustausch über Grossraubtiere in den Alpen, ein anderer über Ökologie und Ökonomie im Schutzwald und vieles mehr. Eine fruchtbare grenzüberschreitende Zusammenarbeit in verschiedensten Fachbereichen ist das Ergebnis.

Entscheidender Schritt zur Makroregion Alpenraum

Auf politischer Ebene bewegte sich in den vergangenen zwölf Monaten Entscheidendes. Am 1. Juli 2011, unter dem Vorsitz Salzburgs, beschloss die Regierungschefkonferenz der Arge Alp eine Resolution zu einer „Makroregion Alpenraum“. Darin wurde zum Ausdruck gebracht, dass es die Arge Alp als notwendig erachtet, die von der Europäischen Union angestossene Entwicklung von Makroregionen auch für den Alpenraum aufzunehmen – einem Alpenraum, der weiter zu fassen ist als das Gebiet der Arge Alp.

Jetzt, ein Jahr später, liegt ein Initiativpapier vor für eine „Makroregionale Strategie für den Alpenraum“. Darin wird die Stossrichtung einer auszuarbeitenden Strategie festgehalten. Das Papier ist in den vergangenen Monaten unter Einbezug aller interessierten Länder, Regionen und Kantone des Alpenbogens erarbeitet worden. Am Freitag (29. Juni 2012) in Bad Ragaz wurde es – im Anschluss an die Regierungschefkonferenz – in einer separaten Konferenz der Alpenregionen gewürdigt und beschlossen. Gleichzeitig werden die nationalen Regierungen im Alpenraum um Unterstützung und Zusammenarbeit ersucht. Sie werden aufgefordert, sich für einen Auftrag des Europäischen Rates an die Europäische Kommission zur Erarbeitung einer Strategie für den gesamten Alpenraum unter Einschluss der Nichtmitgliedstaaten, wie der Schweiz und Liechtenstein, einzusetzen.  (Vgl. separate Medienmitteilung)

Das Initiativpapier ist auf der Homepage der Arge Alp   zu finden.

Arge Alp mit neuer Website

Auf die Regierungschefkonferenz hin wurde sodann der Relaunch Arge-Alp-Website ( www.argealp.org ) fertiggestellt. Der im Design und in der Nutzerführung erneuerte Internet-Auftritt informiert umfassend über alpine Themen, er stellt Projekte der Arge Alp vor und macht ihre politischen Positionen publik. Der Einstieg geschieht nicht mehr über eine verschachtelte Seitennavigation, sondern über Themen, die untereinander logisch vernetzt sind. Zugänglichkeit und Nutzung (Usability) sind wesentlich einfacher geworden.

Tirol übernimmt Vorsitz

Am Schluss der Regierungschefkonferenz in Bad Ragaz übergab der St.Galler Regierungsrat Willi Haag den Vorsitz dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. Das Land Tirol wird die Arge Alp turnusgemäss bis Mitte 2013 leiten. Die Hauptaufgabe während des Präsidialjahres sieht Landeshauptmann Platter darin, die Bildung der Makroregion Alpenraum weiter voranzutreiben. In wenigen Wochen wird sich die Gründung der Arge Alp zum 40. Mal  jähren. In Erinnerung an den damals zukunftsweisenden Schritt ist die inhaltliche und räumliche Ausweitung zu einer Strategie für den Alpenraum eine logische und sinnvolle Weiterentwicklung.

Die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer

Anliegen der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp) ist es, das Bewusstsein um die Verantwortung für den alpinen Lebensraum zu vertiefen und zum Wohle der Bevölkerung nachhaltig zu entwickeln. Mitglieder der 1972 in Tirol gegründeten Arge Alp sind: In Italien die Region Lombardei sowie die Autonomen Provinzen Bozen Südtirol und Trient, in Deutschland der Freistaat Bayern, in Österreich die Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg und in der Schweiz die Kantone Graubünden, St.Gallen und Tessin. Die Geschäftsstelle befindet sich in Innsbruck. Die Arge- Alp-Region umfasst eine Fläche von 142'363 Quadratkilometern und wird von 25,6 Millionen Menschen bewohnt.

Weitere Informationen: www.argealp.org


  • Geschäftsführung ARGE ALP
  • Amt der Tiroler Landesregierung
  • Tel: +43 (0)512 582304234
  • Web: http://www.arge-alp.org